Der Umzug ist geglückt

Liebe Leser,

der Umzug auf eine selbstgehostete Seite ist geglückt, die Adresse lautet – nach wie vor – http://www.literatourismus.net. Solltet ihr die nun aufrufen und feststellen, dass alles wie vorher aussieht, liegt das daran, dass die Nameserver noch nicht alle aktualisiert sind. Das kann nochmal 48 Stunden in Anspruch nehmen, – dann sollte auch jeder von euch die aktualisierte Seite sehen können!

Wer weiterhin auf dem Laufenden bleiben will, folgt der neuen Seite nochmal, – zur Sicherheit. Wir lesen uns dann „drüben“. 😉

Umzugsarbeiten

Liebe Leser,

in den letzten Stunden wurde hier viel gewerkelt, damit Literaturen bald auf einer selbstgehosteten Seite erreichbar ist! Die Adresse http://www.literatourismus.net gilt nach wie vor – wenn ihr ganz sicher gehen wollt, dass ihr weiterhin auf dem Laufenden bleibt, folgt aber auch nochmal dem neuen Blog, wenn er denn dann sichtbar ist.

Alles Weitere in Kürze! Bei Fragen schickt mir gern eine Mail: literatourismus@gmx.de.

Neuigkeiten gibt es natürlich weiterhin auch auf Facebook und Twitter.

Herbstausblicke – Junge Literatur

Wer hat noch keinen Blick geworfen in die neuen Herbstprogramme der Verlage? Wer hat sich schon ein bisschen inspirieren lassen für die kalte Jahreszeit, während er mit Shorts und Ventilator auf der Couch der Hitze davonfloss? Ich werde in den nächsten Wochen in loser Folge Tipps und Empfehlungen loslassen und ein paar Bücher ausgraben, auf die man sich freuen kann. Diesmal –

Junge Literatur und Debüts

jungeliteratur1Roman Ehrlich – Urwaldgäste (Dumont Buchverlag), Lisa Kränzler – Lichtfang (Suhrkamp), Karen Köhler – Wir haben Raketen geangelt (Hanser), Florian Wacker – Albuqurque (mairisch), Teresa Präauer – Johnny und Jean (Wallstein).

jungeliteratur2Saskia Hennig von Lange – Zurück zum Feuer (Jung und Jung), Kerstin Preiwuß – Restwärme (Berlin Verlag), Simone Lappert – Wurfschatten (Metrolit), Ela Angerer – Bis ich 21 war (Zsolnay & Deuticke), Jon Bauer – Steine im Bauch (Kiepenheuer & Witsch)

jungeliteratur3Verena Güntner – Es bringen (Kiepenheuer & Witsch), Sabrina Janesch – Tango für einen Hund (aufbau), Benjamin Lebert – Mitternachtsweg (Hoffmann & Campe), Lucy Fricke – Takeshis Haut (Rowohlt), Madeleine Prahs – Nachbarn (dtv)

Durch Klicken auf die jeweiligen Verlage gelangt ihr zu näheren Buchinformationen!

,Literaturen‘ feiert Geburtstag.

literaturenbanner13.03.2014, Buchmesse Leipzig: Kurzes Zusammentreffen mit Jo Lendle, der mich fragt, ob ich mich mit dem Namen meines Blogs nicht mindestens in einer rechtlichen Grauzone bewege, schließlich gäbe es ja dieses gleichnamige Printmagazin. Vielleicht, ja, doch, irgendwie, habe darüber nachgedacht, es wieder verworfen, leide unter Schweißausbrüchen beim Anblick beanzugter Männer, die potentielle Anwälte nämlichen Printmagazins sein könnten. Finde heraus, dass ,Literaturen‘ ein durchaus gängiger Plural ist. Atme aus.

Drei Jahre gibt es ihn nun schon, diesen durchaus gängigen Plural in Form eines Literaturblogs. Literaturblogs gibt es viele, das war auch schon vor drei Jahren nicht bedeutend anders. War mir aber egal, es sollte ja zunächst nur eine Art Gedächtnisstütze sein, dementsprechend war auch das Publikum. Ich führte einen schier endlosen literarischen Molonog, bis die erste tatsächlich kommentierende Leserin in mein Bloggerleben trat. Es war Mara von Buzzaldrins, die da eines Tages einfach auf der Bildfläche auftauchte und aus dem Monolog wenigstens streckenweise einen Dialog werden ließ. Dafür danke ich an dieser Stelle einfach nochmal herzlich. Aus ein paar vereinzelten Folgenden sind nun auf Facebook, Twitter und WordPress selbst rund 1200 geworden. Damit könnte man – naja, eine Halle füllen, vielleicht.

Selbstverständlich habe ich aber nicht nur einer Person zu danken, sondern eigentlich unzähligen, die mit ihrer Unterstützung und ihrem Interesse dafür sorgen, dass ich das, was ich hier tue, weiterhin tue – mit genauso viel Spaß wie am Anfang, wenn nicht noch ein wenig mehr (meine Kolleginnen von We Read Indie, aufgeschlossene Verlage, Leser & Kommentatoren, deren Namen man öfter liest). Es ist mehr Arbeit geworden, verglichen mit den Anfangszeiten, aber mit diesem Mehr an Arbeit haben sich auch die Möglichkeiten erweitert. Möglichkeiten, mit Menschen in Kontakt zu kommen, über Literatur zu sprechen, für Literatur zu begeistern. Nicht nur im Job, sondern auch außerhalb. Und weil ich unmöglich durch die Republik reisen und jedem von euch Danke sagen kann, gibt es .. ÜBERRASCHUNGEN. Zwei an der Zahl. Nicht in ihrem Wesen überraschend (der Kenner wird die Form sofort entlarven), sondern inhaltlich.

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Wie gehabt darf sich entschieden werden, ob man eher Hollywoodambitionen hegt oder ein liebenswerter Sonderling ist. Kombinationen aus beidem können leider nicht berücksichtigt werden. Habt ihr euch dann entschieden, landet diese – möglicherweise folgenschwere – Entscheidung in der Kommentarbox. Wie immer entscheidet das Schicksal – und in diesem Falle vielleicht noch ein bisschen mehr Glück als sonst, schließlich weiß man ja nicht, was man sich da ausgesucht hat. Bis 23.05. darf zwischen Glamour und Eigenwilligkeit gewählt werden.

Ich hatte aufgerufen, mir eigenartige Sachen aufzutragen. Keiner hat sich getraut. Ich hätte auch einen Beipackzettel oder die Ingredienzien von Früchtejoghurt intoniert, stattdessen bat mich Mareike vom Bücherwurmloch um etwas sehr Naheliegendes: Die fünf beeindruckendsten Bücher der letzten drei Jahre.

1. Saša Stanišić – Vor dem Fest
2. Jonas Lüscher – Frühling der Barbaren
3. Craig Thompson – Habibi
4. Amy Waldman – Der amerikanische Architekt
5. Tilman Rammstedt – Die Abenteuer meines ehemaligen Bankberaters

Ich hoffe, ich kann noch die nächsten drei Jahre mindestens über Bücher schreiben und irgendwann noch mehr Menschen damit erreichen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt jedenfalls lässt sich unumwunden sagen: War vermutlich eine dieser Entscheidungen, für die man selbst nach Jahren noch einigermaßen dankbar ist. Auf die nächsten drei Jahre!

Ja, ist denn schon Herbst?

verlage

In der Buchbranche jedenfalls wird der kommende Sommer bereits zugunsten herbstlichen Nachschubes Literatur übergangen. Das ist nicht ungewöhnlich, auch im Kalendergeschäft beobachtet man ja regelmäßig, wie das Angebot von Kalendern für das Folgejahr dem Jahr selbst eklatant voraus ist. Wir leben in einer schnelllebigen Zeit, die wenig Raum lässt zum Atmen und Innehalten. Angesichts einer nahezu unübersichtlichen Masse an Neuerscheinungen haben es Buchhändler schwer, noch den Überblick zu bewahren. Was heute hoch gehandelt wird, ist schnell schon wieder vergessen und zugunsten des Neuen verdrängt. Wenn selbst der Buchhändler, den man nach landläufigen Gesichtspunkten wahrscheinlich als Vielleser und Ausnahmeerscheinung im Hinblick auf seinen Buchkonsum bezeichnen kann, nicht mehr Schritt halten kann – wie sollen es die Kunden?

Nun kann man sagen, dass auch ein Verlag ein tragfähiges Unternehmen sein muss und es weniger darum geht, dem Kunden Zeit mit den neu erschienenen Büchern zu verschaffen als ihm ständig neue Kaufanreize zu bieten. Hier gilt derselbe Grundsatz wie in jedem Unternehmen. Und besonders angesichts der Fülle produzierten und veröffentlichten Materials ist es vollkommen klar, dass ein Großteil davon die Zeit nicht überdauern wird. Oft überdauern solche Kometen gerade knapp ihren eigenen Hype, dann verglühen sie in der Atmosphäre einer – vereinzelt – etwas überhitzten Branche. Eine Menge Bücher fallen gar nicht erst auf, verschwinden einfach, nachdem sie das Licht der Welt erblickt haben, in der Bedeutungslosigkeit. Das ist so bedauerlich, dass es darüber nachdenken lässt, wie viel Sorfgalt wir dem einzelnen Buch und seinem Inhalt noch zugestehen. Wir, als Buchkonsumenten, Buchverbreiter, Buchhersteller.

Stück für Stück gelangen nun die neuen Verlagsvorschauen für den Herbst 2014 in die Hände der Buchhändler – und via Internet auch in die Häuser und Köpfe derer, die nicht in der Buchbranche arbeiten. Das ist einerseits natürlich wundervoll, weil gelegentlich sehr viel Anreiz zu unbändiger Vorfreude besteht, andererseits aber auch frustrierend. Frustrierend, weil man wie im Hamsterrad all den Büchern hinterherjagt, die man sich zu lesen vorgenommen hat. Liegt es nun an den eigenen Erwartungen, die zu beschränken das Problem augenblicklich lösen würde? Liegt es an einem literarischen Überangebot, das zu beschränken auch unseren niemals endenden Gelüsten Einhalt gebieten könnte? Man weiß es nicht. Schon oft jedenfalls haben Buchhändler gefordert: Produziert weniger, dafür qualitativ hochwertiger. Kürzlich ging auf Die Liebe zu den Büchern sogar die Frage um, wo die guten Büchern geblieben seien. Eine Folge von „zu viel“? Ein ganz persönliches Übersättigungsgefühl? Oder einfach Pech bei der Auswahl?

Was sagt ihr?

Nichtsdestotrotz freut sich jeder über ansprechende und interessante Verlagsvorschauen. Ein paar der ganz Frühen habe ich euch rausgesucht:

Hanser , Hanser Berlin, Zsolnay & Deuticke
Schöffling
Wallstein
Jung & Jung
Dörlemann
DuMont
Berlin Verlag

Viele Vorschauen jedenfalls erscheinen erst noch und geben uns noch etwas Zeit für das Frühjahrsprogramm.

Es jährt sich bald!

Ihr habt sicher bemerkt: Es ist still geworden. Für alle, die davon bisher keine Kenntnis erlangt haben: Ich erfreue mich bester Gesundheit, alles ist in Ordnung, ich lerne nur für meine Abschlussprüfung, um mich bald ausgebildeter Buchhändler nennen zu dürfen.

Aus den Untiefen betriebswirtschaftlicher Berechnungen und Theorien, aus den Wirren kalkulatorischer Formeln des buchhändlerischen Rechnungswesen und der rechtlichen Rahmenbedingungen des Buchhandels an sich – möchte ich schon jetzt auf ein Ereignis hinweisen, das mich ehrlich und aufrichtig freut. Auch aus ganz egoistischen Motiven, ist es doch der unumstößliche Beweis für mein Durchhaltevermögen. Am 20.Mai feiert dieser kleine Blog seinen dritten Geburtstag.

geburtstag

Das mag für manchen eisernen Berufsblogger eine kurze Zeit sein, für mich beschreibt sie auch eine überraschende Entwicklung in einer dafür sehr knapp bemessenen Zeit. Warum aber kündige ich das jetzt schon an? (abgesehen von dem positiven Nebeneffekt, in diesem Moment, in dem ich dies schreibe, die Fachliteratur für die Abschlussprüfung mal einen Moment beiseite legen zu können) Ich nehme gern eure Wünsche und Ideen auf. Was soll an diesem Tag hier stattfinden? Letztes Jahr hat es ein Video mit einem Geburtstagsgedicht gegeben. Gern könnt ihr mir aber auch Fragen stellen oder mich zu absurder Lektüre verurteilen. Ihr könnt mir auftragen, ein Gedicht zu schreiben, ihr könnt euch auch die klassische Verlosung wünschen (oder etwas dazu beitragen, wenn ihr tolle buchaffine Dinge herstellt! – dann gerne melden). Ihr seht, ..es sind wenige Grenzen gesetzt, außer die des guten Geschmacks natürlich.

Bis dahin freue ich mich auf eure Einfälle und verschwinde wieder in meinen Lehrbüchern.

Zum Welttag des Buches 2014

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Es ist wieder soweit – der Welttag des Buches nähert sich raschen Schritts. Nachdem ich letztes Jahr geklärt habe, woher der Welttag des Buches kommt und weshalb er ausgerechnet auf den 23. April fällt, möchte ich dieses Jahr ein Gedicht des grandiosen Robert Gernhardt an diese Stelle setzen.

Das Buch

Ums Buch ist mir nicht bange.
Das Buch hält sich noch lange.
Man kann es bei sich tragen
und überall aufschlagen.
Sofort und ohne Warten
kann man das Lesen starten.
Im Sitzen, Liegen, Knien
ganz ohne Batterien.
Beim Fliegen, Fahren, Gehen –
ein Buch bleibt niemals stehen.
Beim Essen, Kochen, Würzen
ein Buch kann nicht abstürzen.
Die meisten andren Medien
tun sich von selbst erledigen.
Kaum sind sie eingeschaltet,
heißts schon: Die sind veraltet!
Und nicht mehr kompatibel –
marsch in den Abfallkübel
zu Bändern, Filmen, Platten,
die wir einst gerne hatten,
und die nur noch ein Dreck sind.
Weil die Geräte weg sind
und niemals wiederkehren,
gibts nicht zu sehn, zu hören.
Es sei denn, man ist klüger
und hält sich gleich an Bücher,
die noch in hundert Jahren
das sind, was sie stets waren:
Schön lesbar und beguckbar,
so stehn sie unverruckbar
in Schränken und Regalen,
und die Benutzer strahlen:
Hab’n die sich gut gehalten!
Das Buch wird nicht veralten.

Robert Gernhardt

… und weil das so ist, findet auch dieses Jahr wieder die Aktion ,Blogger schenken Lesefreude‚ statt, initiiert von Dagmar Eckhardt und Christina Mettge. Buchaffine Blogger verlosen Bücher – bestenfalls natürlich an Menschen, die noch nicht hunderte zuhause stapeln. Gern aber auch an jeden anderen, der sich für die verlosten Bücher interessiert. Ich habe mich dieses Jahr für zwei Bücher entschieden. Jan Christophersens ,Schneetage‚ (gerade ist sein neuer Roman ,Echo‘ erschienen!) und Wilhelm Genazinos ,Wenn wir Tiere wären‘.

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Das Los entscheidet unter allen Kommentatoren über den glücklichen Gewinner. Am 25.04. wird er gezogen und benachrichtigt. Noch ein Hinweis an dieser Stelle: Es handelt sich nicht um neu gekaufte Bücher!

Viel Glück und nutzt den morgigen Welttag des Buches wie es ihm gebührt!