Auf Samtpfoten kommt er nicht


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Unter der Oberfläche dieses Landes brodelt es. Akif Pirinçci ist es nun – eine zweifelhafte Leistung – mit seinem neuen Buch gelungen, diesen Vulkan hinter gutbürgerlichen Fassaden zum Ausbruch zu bringen. Und was sich dort zeigt, ist erschreckend. Es sind Hass und Wut auf alles Tolerante, Offene, auf den „Mainstream“, wie er gesehen wird.

Er ist gegenwärtig in aller Munde. Akif Pirinçci und sein wütendes Pamphlet auf den Untergang Deutschlands. ,Deutschland von Sinnen – der irre Kult um Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer‚ heißt es und verkauft sich, jedenfalls bei bekannten Onlineanbietern, wie geschnitten Brot. Genügend ist geschrieben worden über die Stammtischparolen, die Fäkalsprache, derer sich Pirinçci bedient, über den Hass und die Wut auf so manches und manchen – ganz besonders eben Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer. Der Mann, der 1969 mit seinen Eltern nach Deutschland kam und immernoch aus tiefstem Herzen dankbar für den freundlichen Empfang ist, wie er betont, sieht sich nun in der Pflicht, dieses Land vor dem Untergang zu bewahren. Deutschland ächze unter dem Joch der Political Correctness, unter dem Islam, unter multikulti und den „grün-rot-versifften“ Intellektuellen. Deutschland, einst kräftig, mächtig und kriegerisch – wer sieht hier nicht den blonden, muskulösen Hünen auf dem sinnbildlichen Schlachtfeld -, ist zu einem Land voller Ja-Sager geworden, das Fremde und „Abnormale“ liebend, voller Frauen/Homosexuellen/Immigranten-Hofierer ohne Rückgrat. Voller Gutmenschen. Sagt Pirinçci, sagen seine Anhänger.

Hagen Rether sagte in einem seiner Programme ganz lakonisch: ,Wir leben in einem Land, in dem Worte wie schwul, Gutmensch oder Frauenversteher Schimpfworte sind. Haben wir toll gemacht.‘ Ganz unabhängig von Pirinçcis Überzeugungen, die irgendwas zwischen romantisierend und wahnwitzig sind, die keinerlei Diskussionsgrundlage bieten, stattdessen aber einen perfekten Nährboden für Wut, Hass und Vorurteile, sind die Reaktionen auf diese Veröffentlichung offensichtlich symptomatisch für einen überraschend großen Teil der Gesellschaft. Erschreckend viele Menschen scheinen sich bedroht zu fühlen von Frauenquoten, von schwulen Polizisten, von Zuwanderern, denen Otto-Normal-Verbraucher mittlerweile offensichtlich schon automatisch unterstellt, integrationsunwillig zu sein. Was bei South Park noch Satire war – ,Die Ausländer klauen unsere Jobs!‘ – scheint nun für viele zu einer Wahrheit geworden zu sein, die niemand auszusprechen wagt. Außer eben Herr Pirinçci. Und dafür wird er hofiert, wird er als Erretter und als Heiliger gefeiert, für den man anstehen würde, um ihm die Füße zu küssen. (so tatsächlich gelesen!)

Die überwiegend vorherrschende Meinung dieser Leser ist – ,endlich sagt es mal jemand‘ -, was Sarrazin zaghaft begonnen hat, setzt Akif Pirinçci fort; der Sarrazin darüber hinaus auch für wesentlich zu seicht in Inhalt und Auftreten hält. Er möchte, so sagt er im ZDF Mittagsmagazin, ,sein altes Deutschland wiederhaben‚. (der Beitrag, von dem jetzt seitens vieler schon wieder behauptet wird, er sei böswillig gekürzt und zensiert, kann hier in der Mediathek angesehen werden) Wann genau dieses Deutschland so war, wie er es sich erträumt, kann Pirinçci nur sehr vage beantworten. Eben da, als man sich noch nicht fühlte wie im Orient, wenn man durch die Straßen ging. Hier schließt er nahtlos an die bereits bekannten Islamisierungsdebatten an, schürt die Angst vor Überfremdung, schürt Vorurteile, die die meisten auch gar nicht mehr auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen wollen. Es ist ein wildes Um-sich-schlagen, in das viele Enttäuschte einstimmen. Akif Pirinçci hat eine Lobby.

„Mit herzerfrischender Offenheit, wird das sogenannte Gutmenschentum in Deutschland auseinandergenommen.“ (calimaro)

„Habe ich mich doch in den letzten Jahren permanent gefragt, ob ich mit meinen Gedanken und Empfindungen völlig allein unter all diesen Genderismusexperten, Täterverstehern, Umweltvordenmenschenschützern, Klimawandelinfragestellerhassern, Ausländernpassaufzwingern, Islamismusbeschönigern und sonstigen Mainstreambestimmern bin.“ (TomLei)

„Kurz gesagt, wer die Schnauze von diesen linksgrünversifften Typen die im und vom System leben die Schnauze gestrichen voll haben, werden nach diesem Buch ein wenig zufriedener sein und alle anderen, glaubt weiter an das Märchen der Toleranz und Gleichmacherei.“(Leser)

„Aber der liebe Akif ist kein Biodeutscher, auch wenn er deutscher ist, als so mancher Deutsche, den ich kenne. Und genau deshalb haben die Medien nun ein Problem. Er kämpft den Kampf, den kein Deutscher im offenen noch kämpfen kann. Er holt uns unser Land zurück!!!“ (Thomas Voss)

Eine Lobby, die schäumt und tobt und wütet. Was ist denn nun eigentlich dieses ominöse Gutmenschentum? Überall wird es erwähnt und verteufelt, worin es genau besteht, vermag niemand der Tobenden so genau zu definieren, ja, vielmehr wiederholt sich in manch einer Bewertung bloß das Vokabular Pirinçcis. Pirinçci und seine Anhängerschaft sehen sich offensichtlich als Vorreiter einer neuen Bewegung, als die gegen-den-Strom-Denker, als genau die Avantgarde, die sie an anderer Stelle verdammen. So gibt es wohl die Mainstream-Avantgarde und eben die andere. Die, die es besser weiß. Die tiefe Überzeugung, die Wahrheit zu sehen, während alle anderen auf beiden Augen blind, auf beiden Ohren taub sind. Ein Merkmal, das viele Fundamentalisten eint. Hier kanalisiert sich über Jahre und Jahrzehnte angesammelte Wut – nur auf wen? Da gibt es Leute, die positiv vermerken, dass Pirinçci die alte Rechtschreibung verwendet. Hat es da schon begonnen?

Während Kritiker Pirinçcis sich noch einer halbwegs diplomatischen Sprache befleißigen, wird von seinen Anhängern ohne Rücksicht auf Verluste auf alles eingedroschen, was sich in entgegengesetzte Richtung bewegt. Überall wird Zensur gewittert und stinkender Mainstream. Dabei ist es wieder diese falsch verstandene Meinungsfreiheit, diese Überzeugung, einfach alles sagen zu können, zu jeder Zeit, sei es noch so verletzend, noch so menschenverachtend. Wer sich dagegen aufzulehnen versucht, wer widerspricht, der versucht zu zensieren. Dabei wird doch, ganz offensichtlich und erkennbar an diesem Buch und seinem anstandslosen Vertrieb, niemand in Deutschland auf brutale Weise zum Schweigen gebracht. Wie schon bei Sibylle Lewitscharoff und Thilo Sarrazin sehen sich hier Menschen gegängelt, die eigentlich weitgehend unangetastet ihre Meinung verbreiten dürfen. Sie dürfen sagen, was sie wollen – bloß ein Recht auf Zustimmung hat niemand.


Was nun also tun mit diesem Mann, der Hunderte um sich schart, um sein altes Deutschland zurückzugewinnen? Dem Mann, der Ijoma Mangold den ersten Hitlervergleich seiner Karriere abtrotzte? Dem Mann, der taz-Redakteurinnen anbot, sein großes Gemächt zu bestaunen? Um ihn zu ignorieren, brüllt er zu laut. Und viel wichtiger als die Empörung über solcherlei Hetzreden – ohne tatsächlich kluge Ansätze, über die sich nachzudenken lohnte -,ist die Diskussion über Dinge, die sich in Schieflage befinden. Denn darüber, dass einige Dinge verkehrt laufen sind sich, vermutlich, Kritiker und Anhänger gleichermaßen einig (wenn sie auch unterschiedliche Ursachen dafür finden). Wenn man dazu gelangen kann, diese verschwurbelte Schrift voller enttäuschter Eitelkeiten, zu reflektieren, wenn man beginnt, über Probleme zu sprechen, statt nur über deren Auswüchse, kann sich vielleicht etwas verändern. Man kann nur hoffen, dass der Sturm, den Akif Pirinçci gegenwärtig entfacht, nur von kurzer Dauer ist. Und man danach wieder diskutieren, statt hetzen und wüten und schreien kann. Wer von Sinnen ist, wird sich noch zeigen. In diesem Moment sind es überwiegend Pirinçcis Leser – vor lauter blinder Wut.

Bild: Flickr, liebeslakritze

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24 Gedanken zu “Auf Samtpfoten kommt er nicht

  1. Noch einmal heute: Toll geschrieben! Ja, was tun mit so einem Mann – im individuellen Fall (also von meinem Ich zu seinem): Ignorieren. Und in der Gesamtschau: Eine andere Meinung in aller Ruhe entgegenhalten. Hoffen, dass solche Stimmen nicht zuviele Nachfolger finden. Hoffen, dass ein Land, dass auch diesen Pirincis und Lewitscharoffs und anderen Meinungsäußerung bietet, dies aushält. Hoffen, dass doch nicht die Dummheit siegt.

    • Liebe Birgit, ja, vermutlich kann man nur hoffen. Das Erschreckende, nahezu Wahnsinnige ist ja, dass es sich bei vielen, die jetzt laut ihre Zustimmung bekunden, gar nicht zwingend um dumme Leute handelt. Sozial dumm vermutlich, aber nicht intellektuell gesehen.

      • Na ja, es gibt ja viele Geistesgrößen, die sich schon in Dummheiten verirrt haben. Das erschrickt mich ehrlich gesagt nicht so sehr. Nur, dass diese Art der Dummheit eben auch niemals ausstirbt. Aber es ist trotzdem gut, nicht zu resignieren, sondern dagegen anzuschreiben, wie du es getan hast. Kompliment!

  2. Danke, liebe Sophie, für diesen gelungenen Text. Welche Wirkung das Buch wirklich entfalten kann, wird sich noch zeigen. Es ist zu sehr auf Wut und Neid gebaut, anscheinend zu wenig reflektiert. Die große Zustimmung im Internet liegt natürlich daran, dass sich rechte Gruppen und rechtspopulisitisch Denkende gerne auf solch ein Thema stürzen und dann sämtliche Foren zutexten. Für sie ist das Buch wie gemacht, sie verstehen das fortschrittliches, tolerante Denken nicht mehr, sind wohlhabend, männlich, weiß, meist im gesetzten Alter. Angeblich ist die Angst vor dem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Abstieg in dieser Bevölkerungsgruppe besonders ausgeprägt. So sehen nach Umfragen auch die Sarrazin-Leser aus. Interessant übrigens: das Buch ist in dem Verlag erschienen, den der Gründer des Internetversands Manufactum, Thomas Hoof, ins Leben gerufen hat und der nicht das erste Mal stockkonservatives Gedankengut publiziert: http://www.genios.de/presse-archiv/artikel/SZ/20130801/der-schmale-grat/A55111382.html

    • Lieber Tobias,
      gut möglich, dass das Internet eine breitere und größere Zustimmung vorgaukelt als tatsächlich vorhanden ist, – ich befürchte eben, dass sich hier eine ziemlich breite Mehrheit angesprochen fühlt. Und nicht nur rechte oder rechtspopulistische Gestalten an den Außengrenzen, sondern Menschen aus der Mitte der Gesellschaft, denen man ansonsten eine reflektiertere Herangehensweise zutrauen würde. DAS ist es, was mich zur Sorge verleitet. Verirrt Brüllende am Rande der üblichen Debatten gab und gibt es ja immer. Ich persönlich finde es ja schon abstrus zu behaupten, die CDU drifte jetzt so stark nach links, dass sie sich dem Sozialismus annähere. Das ist ein Weltbild, das man erstmal aufbauen muss!

      • Du hast recht, diese Leute sitzen zu großen Teilen tatsächlich in der Mitte der Gesellschaft, aber da ist der Rechtspopulismus sowieso angesiedelt – der will ja auch nix mit den Nazis zu tun haben, sondern spricht „aus Vernunft“ gegen die „Verschwörung der Political Correctness“. Ich sage ja: Angst, Angst, Angst, vor dem Abstieg oder sonstwas. Wie die Wirklichkeit aussieht, konnte man u. a. heute in der SZ lesen: auch Asylsuchende sollen jetzt auf ihre Tauglichkeit für den deutschen Arbeitsmarkt geprüft werden, wegen des Fachkräftemangels….
        Liebe Grüße
        Tobias

        • Lieber Tobias,
          ja,überhaupt herrscht überall Angst. Wenn nicht vor dem Verlust des Arbeitsplatzes, dann vor Terror, Naturkatastrophen, Gewalt, Krankheit ..irgndwohin muss diese Angst ja fließen, irgendwie muss sie sich ausdrücken. Bedauerlich, dass sie es bei so vielen auf Pirincci-Art zu tun scheint.

  3. Danke für deinen Bericht. Persönlich halte ich es da mit Birgit: Ignorieren. Was mir aber gesellschaftlich gesehen Sorge macht, ist dass sich die „verirrt (und verwirrt) Brüllenden“ per Internet und mit Hilfe solcher Autoren vernetzen und gegenseitig bestärken können. Lautstärke ersetzt Inhalt. Ressentiments werden gesellschaftsfähig. Grauslich …

      • Da hast du zweifellos recht. Letztendlich Argumente, Argumente, Argumente und eine Erziehung zum Denken und zu einer Haltung, dass Meinungen, die man der Öffentlichkeit zumutet, selbstverständlich fundiert sein sollten. Und dass es so etwas gibt wie eine Diskussionskultur mit gewissen Spielregeln. Und bestimmte Themen oder Probleme darf man nicht den Krawallmachern überlassen.

  4. War der Herr nicht selbst mal Nutznießer der Freiheit, die wir hier haben? Dass er hier leben und Schreiben kann, hat er dies nicht gerade dieser Toleranz zu verdanken, die er jetzt in Zweifel zieht? Warum ist man ein Gutmensch, wenn man Minderheiten ihre Freiheit gibt, die ihnen eigentlich per se schon immer zusteht und bisher leider nur unterdrückt wurde? Ich hab das Buch nicht gelesen, kann also kaum urteilen, Aber wenn das Buch wirklich so ist, wie dargestellte, ist es ein Buch der Schande eines Autors, der viele Menschen durch seine Katzenbücher glücklich gemacht hat .. Eine menschlich Enttäuschung, ein Versagen, ein Missgriff, eine Beleidigung solcher Autoren wie Hermann Hesse, die sich ein geeintes Europa immer wünschten .. Ich bin sprachlos ..

    • Liebe dunkelromantik,
      sprachlos war ich zunächst auch, fassungslos. Allerdings nicht, weil ich seine Katzenbücher gelesen oder irgendetwas anderes von ihm erwartet hätte. Und vielleicht auch weniger wegen ihm als Einzelperson als wegen all seiner Anhänger und Hinterherkriecher. Ich habe tatsächlich auch schon überlegt, ob er all das ernst meint, er schimpfte ja im ZDF auch auf erneuerbare Energien und was das für ein Unsinn sei, – als müsse er eben gegen alles wettern, was die Gesellschaft für korrekt und richtig hält. Aber dann ist es auch wieder ganz gleichgültig, ob er es ernst meint oder nicht. Die, die ihn so bejubeln, meinen es ernst.

  5. Liebe Sophie,

    als ich die erste Anzeige zu diesem Buch las, dachte ich schon: „Das hört sich ja nach einer Steigerung von Sarrazins Ergüssen an“. Gehofft hatte ich, dass ich mich vielleicht irre. Nun scheint sich aber zu bestätigen, dass meine Befürchtungen richtig waren. Im Internet tue ich es mir inzwischen nicht mehr an, die erwähnten Kommentare zu lesen. Gerade bei den linken Medien fiel es mir immer wieder auf, dass dort sehr viele sehr konservative bis rechtspopulistische Meinungen in den Foren vorhanden sind. Das scheint System zu haben, um diese gezielt anzugreifen. Inzwischen kann ich das weitgehend ignorieren. Umso entsetzter bin ich jedes Mal, wenn ich von Menschen, die ich kenne, besagte Ansichten höre. Die Angst vor gesellschaftlichem Abstieg scheint in der Mitte der Gesellschaft sehr groß zu sein und ist ein wunderbarer Nährboden für den Erfolg solcher Bücher. – Danke für den engagierten Beitrag. Es tut mir gut so etwas zu lesen.

    Claudia

    • Liebe Claudia,
      dieses Entsetzen, was dich befällt, wenn jemand in deinem Umfeld plötzlich mit solchen Überzeugungen um die Ecke kommt, kann ich gut verstehen. Bzw. dachte ich eben sofort daran, wenn ich diese ganzen Kommentare las. Wie viele Menschen kenne und schätze ich wohl, die jetzt insgeheim vor Verzückung aufschreien über jemanden, der ihren Hass salonfähig macht? Und dazu kommt ja noch: Wie viele lesen das Buch gar nicht, weil sie eben nicht gern lesen – würden aber allem, was darin steht, vorbehaltlos zustimmen? Gedanken, die einen schon gruseln können.
      Danke für dein Kompliment, ich schreibe gern auch mal solche Beiträge, konnte meine Tastatur nicht halten.

      LG

  6. Pingback: Sonntagsleserin KW #14 – 2014 | buchpost

  7. Liebe Sophie,
    das ist ein wichtiger Text über ein an sich unwichtiges, aber weil es soviel Staub aufwirbelt Furore machendes Buch. Dank dafür, besonders weil Du, trotz Deiner Dir anzumerkenden Wut und Fassungslosigkeit versucht hast, das sachlich und differenziert zu sehen. Das wäre mir so nicht möglich gewesen und es gibt ja durchaus ein paar, über diesen unsäglichen P. hinausweisende Themen, zu denen eine sachliche, aufklärende und zielführende Debatte wichtig wäre. Zum Beispiel dieses Phänomen, dass, kaum redet so einer wie der P. oder dieser S. angeblich ‚Klartext‘, lässt also in Wirklichkeit seinen ganzen Hass – und ich habe den Verdacht, bei P. ist da auch eine Portion Selbsthass dabei – ungehemmt und gewalttätig einfach mal raus, schon tauchen aus der sogenannten bürgerlichen Mitte diese ´ganzen Mitläufer auf und können mit ihrem widerlichen Gegeifer gar nicht mehr an sich halten. Und in dem Zusammenhang: Ich glaube nicht, dass wirr in diesem Lande uns über die FN-wählenden Franzosen oder die Mussolinisnichte wählenden Italiener erheben sollten, wie das manchmal geschieht.
    Zuletzt noch, weil dunkelromantik in einem Kommentar hier bereits schrieb, dass Herr P. ja irgendwann einmal von dieser schrecklichen Liberalität, die hier angeblich herrscht, selebr profitiert hat: das ist ein anderes, seltsames Phänomen, dieses Umkippen im Lebenslauf. Habe da spontan an den Ex-RAF-Anwalt Mahler gedacht, der jetzt offen als Neonazi rumläuft.
    Liebe Grüße, Kai

  8. LIebe Sophie,
    ich finde, dass solche eine krude Argumentation, wie sie schon alleine aus dem kleinen Videobeitrag zum Buch hervorgeht (vor allem: widersprüchlich, falsch verallgemeinernd, ansonsten schier aus der Zeit gefallen) nicht eine einzige Sekunde der Beschäftigung lohnt. Das Grundgesetzt erlaubt die Meinungsfreiheit, ja, aber alles, wasder Autor sonst verbreitet, steht nicht mehr auf grundgesetztlichem Boden.
    Viele Grüße, Claudia

  9. Nazis schreiben Hass-Bücher und Nazi-Verleger bringen sie unter die Leute. Das nenne ich seit geraumer Zeit DAS VIERTE REICH. Pirincci ist Türke offenbar, und in der Türkei gibt es genauso viele Nazis wie in Deutschland. Sie haben die Armenier ausgerottet, mit Hilfe der wilhelminischen Proto-Nazis. So eine Fresse, wie die seine, darf dort, wo ich lebe, nicht auftauchen. Ich persönlich bin Pazifist und ein alter Mann, doch die jungen Leute haben ihre eigene Vorstellungen.

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