Kleines FAQ zum Indiebookday


schriftzug_und_stern_grossAm Samstag ist es endlich soweit. Der Indiebookday geht in die zweite Runde. Vom mairisch Verlag ins Leben gerufen, ist er ein Fest für das unabhängige Verlegen, für Mut, Einfallsreichtum und die kleine Prise Verrücktheit, die notwendig ist, um ein bisschen von ausgetretenen Pfaden abzuweichen. Nun fragt sich mancher, der vom Indiebookday bisher nichts gehört hat, mutmaßlich so einiges, wenn er davon liest. Was ist das? Ist das irgendein schrulliger Gedenktag? Wie kann ich mitmachen? Was bringt mir das dann? Ein kleines Indiebookday-FAQ.

Was ist der Indiebookday?

An einem Tag im Jahr, dem 22.März, sind alle Bibliophilen, alle Leser und Freunde des geschriebenen Wortes herzlich eingeladen, ihre örtlichen Buchhandlungen zu stürmen, um ein Buch aus einem unabhängigen und kleinen Verlag zu kaufen. Genre und Preis sind ganz egal, Hauptsache, der Verlag gehört nicht zu einem großen Zusammenschluss (wie z.B. Randomhouse) und arbeitet unabhängig.

Was ist ein Indie-Verlag?

Die Kurt-Wolff-Stiftung hat eine Reihe von Kriterien dafür herausgegeben, was ein Indie-Verlag ist (konzernunabhängig, mit einem regelmäßig erscheinenden Programm, einer Website usw.), für den, der am Samstag ein Buch kaufen möchte, sind aber vermutlich die konkreten Verlage interessanter. Hier gibt es eine tolle Zusammenstellung von Indie-Verlagen, von denen ihr sicher den einen oder anderen auch in eurer Buchhandlung findet!

Ich habe ein Buch gekauft – was jetzt?

Nun sind natürlich alle anderen unglaublich neugierig darauf, für welche Bücher ihr euch entschieden habt! Teil des Indiebookdays ist auch das Verbreiten in Sozialen Netzwerken wie Facebook (z.B. direkt hier bei der Veranstaltung), Twitter und Google +. Wer einen eigenen Blog hat, kann natürlich auch dort seine Errungenschaft präsentieren. Wichtig nur: Lasst andere teilhaben, die mit ebenso viel Begeisterung dabei sind wie ihr!

Kann ich auch als Buchhandlung teilnehmen?

Ja! Sehr gern sogar! Plakate sind mit den  jeweiligen Buchbestellungen ganz normal bei Prolit und der GVA mitzubestellen. Das Bestellzeichen findet ihr auf der Homepage des Indiebookday. (ganz nach unten scrollen)

indie

Pressezentrum Lübeck

Wird es Aktionen zum Indiebookday geben?

Online in jedem Falle – in der einen oder anderen Buchhandlung vielleicht auch (wer da Kenntnis hat oder selbst etwas plant, darf sich gern an mich wenden). Die Buchhandlung ocelot in Berlin veranstaltet jedenfalls ein großes Gewinnspiel mit vielen besonderen Büchern von Gestalten, Jacoby & Stuart, diaphanes, binooki, Verbrecher Verlag  und dem Berenberg Verlag. Auch wir von We Read Indie – die es ohne den Indiebookday ja gar nicht geben würde, schnüren drei tolle Buchpakete – reinschauen lohnt sich!

Was bringt mir die Teilnahme?

In erster Linie Lese – und Entdeckerfreude! Darüber hinaus ist es aber eine tolle Möglichkeit, auf kleine Verlage aufmerksam zu werden – und in der Folge andere darauf aufmerksam zu machen. Oft genug wird das uniforme Angebot in Buchhandlungen beklagt, überall fänden sich dieselben Autoren und Verlage versammelt. Das muss nicht so sein! Wir können alle mit der Teilnahme ein bisschen dazu beitragen, an diesem Indiebookday die Kleinen etwas mehr in den Fokus zu rücken. Auf dass sie auch außerhalb dieses Tages etwas mehr Beachtung finden.

Wer noch Fragen hat, kann sie mir gern an literatourismus@gmx.de schicken oder hier in der Kommentarbox stellen!

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10 Gedanken zu “Kleines FAQ zum Indiebookday

  1. Toll, danke für die Zusammenfassung, die sicher noch mal ein Anstoß für den einen oder anderen Leser ist, der bisher weniger in Kategorien wie „Indie“ oder „Konzern“ dachte. Wer – der nicht so tief wie wir drinsteckt – achtet auch schon darauf, wenn er ein Buch kauft?

    Eine kleine Irritation bei deinem Foto: Da steht ein Roman vom Graf Verlag, den wir ja bewusst ausschließen, weil er zu Ullstein gehört, also doch wieder Teil einer großen Maschinerie ist, auch wenn er selbst ein kleines, feines Programm hat. Aber das zeigt auch, dass die Grenzen fließend sind. Letztendlich geht es ja doch ums besondere Buch – dasjenige, bei dem man die Leidenschaft und das Herzblut, mit denen es gemacht wurde, erkennt. Und das darf man vom Graf Verlag getrost behaupten.

      • Ich weiß gar nicht, ob das tatsächlich ein „Fehler“ ist, wie gesagt scheinen mir die Grenzen fließend zu sein. Ist Ullstein ein Konzern? Keine Ahnung, aber schätzungsweise ja, auf jeden Fall ist der groß und hat mächtige Vertriebsstrukturen. Andererseits dürfte Graf definitiv als Kleinverlag gelten, wenn man die Größe des Programms und des Teams betrachtet. Wie gesagt geht es im Einzelfall vielleicht doch eher um das gute, mit Leidenschaft gemachte Buch. Und das kann man dem Graf Verlag mitnichten absprechen. Und Daniela Krien ist sowieso toll. 😉

  2. Hallo, ich habe „frecherweise“ Deinen Text auf mein Blog gestellt. Und den Link zu Deiner Seite dazugefügt. Der Text enthält alles an Informationen, was es gibt. Vielen Dank. Morgen (Freitag) steht er dann bei mir.
    Ich hoffe, das geht so in Ordnung.
    Liebe Grüße aus Ulm,
    Samy

  3. Pingback: #Indiebookday 2014 | unregelmäßige Gedankensplitter

  4. Pingback: (Die Sonntagsleserin) KW #12 – März 2014 | Bücherphilosophin.

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