Die Sonntagsleserin #KW7


sonntagsleserinSeit sieben Wochen dürfen wir nun schon 2014 schreiben. Mit 2014 kam auch die ,Sonntagsleserin‘, eine Idee der Bücherphilosophin, der ich mich ab Woche zwei ganz spontan angeschlossen habe. Aber selbstredend nicht nur ich – wie eintönig wäre das! -, sondern auch andere Blogger, die ihre Woche anhand besonders lesenswerter Artikel der Blogosphäre revue passieren lassen. Das hat nicht nur den Vorteil, dass man Blogs kennenlernt, die einem bisher womöglich entgangen sind, sondern würdigt auch auf eine, wie ich finde, höchst kollegiale Weise die Bemühungen anderer. Jeder, der mitmachen will, ist herzlich dazu eingeladen.

Bei brisliteratouren stoße ich auf eine Besprechung zu Herbert Günthers ,Zeit der großen Worte‚, ein Jugendroman, der sich thematisch allerdings vortrefflich in das Gedenkjahr 2014 einfügt. Es herrscht Kriegseuphorie im Sommer 1914, die auch vor der Jugend nicht Halt macht. Der Roman zeige, zwar in einfacher Sprache, aber dennoch sehr authentisch, was Krieg bedeutet.

Für gleich zwei Blogs war diese Woche Thomas Willmans ,Das finstere Tal‘, dessen Verfilmung gerade in den deutschen Kinos angelaufen ist, ein Thema. Sowohl der kaffeehaussitzer als auch die buchpost widmen sich dem, was gemeinhin als ,Alpenwestern‚ bezeichnet wird. Spannend, eigenwillig, eine Geschichte über Rache und Gerechtigkeit, liest man in da in den Rezensionen. Sodass ich fast geneigt bin, es nochmal auszuprobieren, mit dem Herrn Willman und seinem Tal.

masuko13 bespricht auf ganz wundervolle und anregende Weise Angelika Klüssendorfs neuen Roman ,April‘. Wäre “April” in der Zeit der DDR erschienen – es wäre sofort zum Kultbuch avanciert! Wir hätten es alle gelesen., schreibt sie und macht mich damit ganz unsäglich neugierig.

Bei buzzaldrins Bücher gab es natürlich wieder eine Menge zu entdecken, besonders ins Auge gestochen ist mir aber Amanda Coplins ,Im Licht von Apfelbäumen‘. Offensichtlich eine besondere, eine unkonventionelle Geschichte, mit ,außerordentlicher Ruhe erzählt‚, die Rezension jedenfalls, das kann ich mit Überzeugung sagen, liest sich vielversprechend.

Buchjunkie berichtet von Roman Grafs ,Niedergang‘, einem Roman, der auf relativ überschaubarem papierenen Raum gleichzeitig die Wanderung auf einen Berg und das Abwärts einer Beziehung beschreibt. Kein Wort zuviel und auf das Notwendige reduziert findet die Rezensentin hier zwar kein Wohlfühlbuch, dafür aber eines, das über die Lektüre hinaus seine Wirkung entfaltet.

Wortumdrehungen präsentiert Johann Kaspar Riesbecks ,Briefe eines reisenden Franzosen‘ und findet darin Berichte, die sich wohltuend von anderen ihrer Art abheben. Neben Betrachtungen zu Land und Leuten, Politik und Kultur entdeckt man auch unfreiwillig komische Passagen darin. Eine hochinteressante historische Quelle.

Liebe, Lust und Frust in Nottinghamshire gibt es bei Ein Jahrhundert lesen. In gewohnt unterhaltsamer und humorvoller Art wird sich hier einem Roman von D.H. Lawrence gewidmet, der wohl kein Elend menschlichen Zusammenlebens unangetastet lässt. Wer also Lady Chatterley gelesen hat, könnte gleich hier ansetzen.

Schöne Seiten bringt indessen Yoko Ogawas ,Schwimmen mit Elefanten‘ näher, in dieser Rezension kann man sich fast verlieren, versprüht sie doch, – wie auch immer sie das macht! – einen Hauch der Magie, die auch im Buch zu stecken scheint. Eigentlich mehr als ein Appetitanreger.

Ich danke für all diese hervorragenden Artikel und wünsche einen guten Start in die nächste Woche!

zeitungenWeitere Sonntagsleser:

Bücherphilosophin
buchpost
Phantásienreisen
widerstandistzweckmaessig
buecherrezension
Lesen macht glücklich
Wörterkatze

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15 Gedanken zu “Die Sonntagsleserin #KW7

  1. Pingback: [Die Sonntagsleserin] KW #07 – Februar 2014 | Phantásienreisen

  2. Pingback: (Die Sonntagsleserin) KW #07 – Februar 2014 | Bücherphilosophin.

  3. Ich freu mich Dich wieder dabei zu haben. Das Stöbern durch die „Sonntagsleser“-Beiträge gehört mittlerweile zu meinem Sonntagmorgen wie der Earl Grey 🙂
    Ich schau mir Deinen Beitrag nun mal etwas genauer an – besonders auf die Rezension zu „Schwimmen mit Elefanten“ bin ich gespannt.

    Hab einen schönen Sonntag,
    Katarina 🙂

    • Ich freu mich auch. 😉 Ja, es ist überraschend, wie schnell aus einer Idee plötzlich fast so eine Art Tradition wird. Ich setze mich morgens dann auch immer mit meinem Kaffee hin und gucke erstmal durch die Beiträge. Dir auch einen schönen Sonntag!

  4. Pingback: Blog-Presseschau 16.02.2014 | buecherrezension

  5. Pingback: Sonntagsleserin #KW7 | Wörterkatze

  6. Pingback: Die Sonntagsleserin KW 7 | widerstandistzweckmaessig

  7. Gut, dass die „Sonntagsleserin“ eingeführt wurde. So verpasst man/frau nichts mehr ;). Einige Beiträge wären mir doch glatt durchgerutscht. Dir noch einen schönen Sonntag, vielen Dank und liebe Grüße von der Bücherliebhaberin

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